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KYOCERA Engagement

20 Jahre Partnerschaft

KYOCERA und die Deutsche Umwelthilfe

Bei KYOCERA gehört das Engagement für soziale Themen und für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt zur Firmenphilosophie.Daher arbeiten wir weltweit daran, Technologien zu entwickeln, die gleichermaßen innovativ und umweltverträglich sind. Umweltschutz, Qualität und Wirtschaftlichkeit sind für uns keine Widersprüche, sondern bedingen sich gegenseitig.

In diesem Kontext hat sich konsequenterweise zwischen der Deutsche Umwelthilfe und KYOCERA eine feste Partnerschaft etabliert, die seit nunmehr über 20 Jahre anhält. Seit Ende der 80er Jahre berät die DUH den japanischen Outputspezialisten bei der Erarbeitung von Umweltstrategien und einer nachhaltigen Wirtschaftsweise. Ebenso hat KYOCERA die DUH bei zahlreichen Naturschutzprojekten aktiv unterstützt und somit einen wichtigen Beitrag für deren Realisierung geleistet.  


Projekte

Elbeschwur

Die Deutsche Umwelthilfe hat es sich zur Aufgabe gemacht die einzigartige Flusslandschaft Elbe, zu der auch Europas größter zusammenhängender Auenwald zählt, zu erhalten und verbaute Ufergebiete zu renauturieren. Im Juli 2002 konnten sich über 90.000 Menschen von der besseren Wasserqualität hautnah überzeugen. An über 50 Orten lud die DUH gemeinsam mit KYOCERA und anderen Partnern Menschen dazu ein, im Fluss zu baden und somit ihre Verbundenheit mit der Elbe zu demonstrieren. Unter ihnen waren auch zahlreiche Mitarbeiter von KYOCERA Mita. Gemeinsam leistete man den sogenannten Elbschwur, das heißt sie versprachen, sich auch in Zukunft dafür einzusetzen, dass die Elbe keine weiteren Begradigungen erfährt.

Der Rhein - Amazonien Deutschlands

Aufgrund von Stromspaltungen, Sand- und Schotterbände, die der Rhein noch im 18. Jahrhundert hatte, wird der Fluss von Naturschutzverbänden auch das "Amazonien Deutschlands" früherer Zeiten genannt. Heute ist der Rhein die meist befahrene Wasserstrasse Europas. Da auch Meerbusch, der Sitz der KYOCERA Deutschlandzentrale, am Rhein liegt, identifizieren sich KYOCERA MITA-Mitarbeiter ganz besonders mit Projekten zur Wiederbelebung. So besuchen sie regelmäßig die NABU-Station, um sich über den Fortgang zu informieren und mitunter auch selbst Hand anzulegen.

Lebendige Donau-Auwälder

An den Ufern von Europas zweitlängstem Fluss, der Donau, findet man leider nur noch wenige naturnahe Abschnitte. Zahlreiche Tier- und Planzenarten, die hier heimisch waren, sind verschwunden. Gemeinsam mit dem BUND und dem NABU fürdert die DUH im gesamten Einzugsgebiet der Donau in Baden-Württemberg Projekte, bei denen der alte Gewässerlauf wiederhergestellt werden soll. Die finanzielle Unterstützung von KYOCERA MITA hat bei diesen Projekten eine wesentliche Bedeutung, da der Statt die Spendengelder der DUH mit Finanzmitteln in Höhe von 90 Prozent aufstockt.

KYOTO-Preis

Die Idee

Die Auszeichnung gehört neben dem Nobelpreis zu den weltweit höchsten Ehrungen in Kultur und Wissenschaft. der mit 400.000 Euro dotierte Preis wurde 1984 von dr. Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologie-Konzerns KYOCERA, ins Leben gerufen und wird alljährlich in drei Kategorien verliehen.

Die Auszeichnung würdigt das Lebenswerk von Einzelpersonen oder Gruppen, die sich mit herausragenden Leistungen in ihrem Bereich verdient gemacht haben.


Preisträger 2009
Der Kyoto-Preis, neben dem Nobelpreis eine der weltweit höchsten Auszeichnungen für das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten in Kultur und Wissenschaft, geht in diesem Jahr an den Komponist Pierre Boulez, an die Evolutionsbiologen Dr. Peter Raymond Grant und Dr. Barbara Rosemary Grant sowie an Dr. Isamu Akasaki, Wissenschaftler auf dem Gebiet der Elektronikforschung. Die mit jeweils 50 Millionen Yen (rund 370.000 Euro*) dotierte Ehrung wird alljährlich durch die Inamori-Stiftung vergeben, die 1984 von Dr. Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologiekonzerns Kyocera, ins Leben gerufen wurde.

Pierre Boulez, Kyoto-Preisträger 2009 in der Kategorie Kunst & Philosophie
Pierre Boulez, französischer Komponist, Dirigent und Autor, zählt zu den bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Er hat die westliche Musik nach dem zweiten Weltkrieg maßgeblich beeinflusst. Als Mann mit vielseitigem Talent und einem Höchstmaß an Kreativität prägt er die zeitgenössische Musikszene his heute. Im Fokus seines Interesses stand dabei zunächst die serielle Musik – hier trug er maßgeblich zur theoretischen und praktischen Weiterentwicklung bei.

Pierre Boulez steht bis heute als Dirigent am Pult weltweit führender Orchester. Unter anderem leitete er das New York Philharmonic als Nachfolger von Leonard Bernstein. Pierre Boulez ist Ehrendoktor der Universitäten Leeds, Basel, Oxford, Cambridge, Southern California Los Angeles, Brüssel und Frankfurt a.M. Für sein Lebenswerk gebührt Pierre Boulez höchste Anerkennung.

Dr. Barbara Rosemary Grant, Kyoto-Preisträger 2009 in der Kategorie Grundlagenforschung
Durch ihre mehr als 35 Jahre andauernde Feldstudie über Darwins Finken auf den Galapagos Inseln, haben die Grants gezeigt, dass sich Morphologie und Verhalten von Organismen durch natürliche Selektion aufgrund von ökologischen Schwankungen rasch verändern.

Ihre beeindruckendste Leistung ist eine detaillierte Studie darüber, wie sich in einer dramatisch verändernden natürlichen Umwelt, die Größe und Form des Schnabels von Finken (Gattung Geospiza) in kurzer Zeit durch natürliche Selektion entwickelt hat.

Darüber hinaus haben die Ergebnisse der Grants dazu beigetragen, in der breiten Öffentlichkeit ein genaues Verständnis von evolutionären Phänomenen zu fördern. Ihre Arbeit weist außerdem auf die Bedeutung der Evolutionsbiologie im Umgang mit den laufenden Veränderungen der Umwelt hin.

Dr. Peter Raymond Grant, Kyoto-Preisträger 2009 in der Kategorie Grundlagenforschung
Die Beiträge der Grants zur evolutionären Biologie verdienen die höchste Anerkennung.

Dr. Isamu Akasaki, Kyoto-Preisträger 2009 in der Kategorie Hochtechnologie
Dr. Isamu Akasaki erforschte für viele Jahre intensiv das Halbleitermaterial Galliumnitrid (GaN) mit dem Ziel, blaue LEDs (Light Emitting Diods) zu realisieren. Seine Arbeit gipfelte 1989 in der ersten Umsetzung eines p-n-Übergangs bei Galliumnitrid, was bis zu diesem Zeitpunkt als unmöglich galt. Diese Leistung Akasakis war der erste ernstzunehmende Schritt auf dem Weg zur Kommerzialisierung blauer LEDs, die als letzte Grundfarbe in diesem Bereich fehlten. Mit Ihnen war es nun möglich das gesamte Farbspektrum darzustellen. LEDs finden aufgrund herausragender Effizienz und Langlebigkeit in vielen Bereichen Anwendung, wie etwa bei Bildschirmen und für weißes Licht.

Später folgten blaue Laserdioden, unter anderem als Grundlage für die Entwicklung von der Blu-ray DiskTM. Für seine Forschung gebührt Dr. Isamu Akasaki die höchste Anerkennung.

Mit dem diesjährigen Kyoto-Preis werden bereits zum 25. Mal Persönlichkeiten geehrt, die sich um die Weiterentwicklung der Wissenschaften und Künste besonders verdient gemacht haben. Unter anderem nahmen in den vergangenen Jahren bereits die deutsche Choreographin Pina Bausch, der Philosoph Jürgen Habermas, der japanische Modeschöpfer Issey Miyake, der Musiker und Dirigent Nikolaus Harnoncourt, die Künstler Maurice Béjart und Roy Lichtenstein sowie die Primatenforscherin Jane Goodall den Preis entgegen.

Preisträger 2008

Der kanadische Philosoph Dr. Charles Margrave Taylor erhält den Preis in der Kategorie Kunst und Philosophie für sein Konstrukt einer Gesellschaftsphilosophie mit dem Ziel der Koexistenz unterschiedlicher Kulturen. Preisträger in der Kategorie Hochtechnologie ist der amerikanische Computerwissenschaftler Dr. Richard Manning Karp, der für seine Beiträge zur Komplexitätstheorie, einem Teilgebiet der theoretischen Informatik, ausgezeichnet wird. In der Kategorie Grundlagenforschung zeichnet die Inamori-Stiftung den anglo-kanadischen Molekularbiologen Dr. Anthony Pawson aus.

Die Verleihung fand am 10. November in Kyoto statt. Das Komitee begründet die Auswahl der Preisträger wie folgt


Dr. Charles Margrave Taylor
Taylor, Professor Emeritus für Philosophie an der McGill University in Montreal, Kanada, gehört zu den einflussreichsten Vertretern politischer Philosophie der Gegenwart. Mit seinem Konzept des holistischen Individualismus verbindet Taylor Kommunitarismus und Multikulturalismus. Als Verfechter einer Gesellschaftstheorie, in der nicht das isolierte Individuum, sondern das «situierte Selbst» im Vordergrund steht, hat er einen möglichen Kurs für unsere Zukunft vorgegeben, in der verschiedenste, vielfältige Kulturen friedlich und in gegenseitiger Anerkennung koexistieren können.

Dr. Richard Manning Karp
Karp hat mit seinen Erkenntnissen in der Komplexitätstheorie, die in den siebziger Jahren aufkam und ein Teilgebiet der Theoretischen Informatik ist, grundlegende Beiträge zur "Kompliziertheit" von algorithmisch behandelbaren Problemen auf verschiedenen formalen Rechnermodellen geleistet. Durch seine Theorie der NP-Vollständigkeit hat er einen wichtigen Grundstein für die Analyse und den Aufbau von Algorithmen gelegt. Darüber hinaus hat er selbst zahlreiche praktisch relevante Algorithmen entwickelt.

Karp lebt heute in Berkeley und arbeitet am Department of Electronics Engineering and Computer Science der Universität Kalifornien.

Dr. Anthony James Pawson
Mit seiner Forschung auf dem Gebiet der Molekularbiologie wies Pawson die Existenz und den Einfluss von so genannten Adapter-Molekülen nach, die bei der Signalübertragung in lebenden Zellen eine entscheidende Rolle spielen. Sie wirken unter anderem am zellulären Wachstum mit. Die Entdeckung von Pawson hat die Vorstellungen über die Signalübertragung so grundlegend geändert, dass dadurch neue Wege für die Entwicklung von Medikamenten gegen Krankheiten eröffnet wurden. Eine gestörte Übertragung von Signalen von außerhalb der Zelle nach innen spielt offensichtlich eine Rolle bei Krankheiten wie Krebs, Diabetes sowie Herz- und Kreislaufstörungen.

Geboren 1952 in England, forscht Pawson heute am Samuel Lunenfeld Research Institute der Universität Toronto, Kanada.

Preisträger 2007
Pina Bausch

Die deutsche Choreografin Pina Bausch erhält den Preis in der Kategorie Kunst und Philosophie für ihre revolutionäre Arbeit in der Theaterkunst. Preisträger der Kategorie Grundlagenforschung ist der Geophysiker Dr. Hiroo Kanamori aus Japan. In der Kategorie Hochtechnologie zeichnet die Inamori-Stiftung den japanischen Chemiker Dr.Hiroo Inokuchi aus.
In der Begründung des Komitees heißt es, Pina Bausch habe mit ihrer Kunst die Barriere zwischen Tanz und Theater niedergerissen und der Theaterkunst eine neue Richtung gewiesen. Die in Solingen geborene Bausch ist seit 1973 Chefchoreografin und Ballettdirektorin in Wuppertal und inszenierte darüber hinaus etliche Aufführungen auf den renommiertesten Bühnen der Welt.

Dr. Hiroo Kanamori analysierte physikalische Prozesse bei Erdbeben und ihre Anwendung für die Gefahrenverminderung.

Der Geophysiker hat durch die Einrichtung eines speziellen Analyseverfahrens einen bahnbrechenden Fortschritt in der Erforschung großer Erdbeben erzielt. Mit diesem Verfahren kann unter dem Einsatz eines Seismogramms der Bruchprozess quantitativ vollständig erfasst werden. Seine Arbeit hat eine neue Ära in der Seismologie eingeläutet und einen signifikanten Einfluss auf die Entwicklung der Geophysik genommen. Dr. Kanamori hat praktische Vorschläge erarbeitet, wie Gefahren durch Erdbeben mit Hilfe des durch Grundlagenforschung erlangten Wissens vermindert werden können. Darüber hinaus hat er einen erheblichen Beitrag zum Aufbau und Einsatz von Erdbebenfrühwarnsystemen geleistet.

Dr. Hiroo Inokuchi leistete mit seiner Pionierarbeit entscheidende Beiträge zur molekularen Elektronik mit organischen Molekülen.

Der Chemiker initiierte die Pionierforschung zu der elektrischen Leitung zwischen Molekülen mit Benzolringen und erarbeitete die wissenschaftliche Grundlage für die Erforschung der elektrischen Leitfähigkeit von organischen Stoffen. Des Weiteren entschlüsselte er mit Hilfe der Fotoelektronen-Spektroskopie systematisch die elektronische Struktur der verschiedensten organischen Stoffe. Durch eine Reihe solcher Studien erstellte er die akademische Grundlage, die für die Untersuchung der elektronischen Eigenschaften notwendig ist. Damit leistete er einen äußerst wichtigen Beitrag zur anschließenden Entwicklung der Molekularelektronik mit organischen Molekülen.
Mit dem diesjährigen Kyoto-Preis werden bereits zum 23. Mal Persönlichkeiten geehrt, die sich um die Weiterentwicklung der Wissenschaften und Künste verdient gemacht haben. Unter anderem nahmen in den vergangenen Jahren bereits der deutsche Philosoph Jürgen Habermas, der japanische Modeschöpfer Issey Miyake, der österreichische Musiker und Dirigent Nikolaus Harnoncourt, die Künstler Maurice Béjart und Roy Lichtenstein sowie die Primatenforscherin Jane Goodall den Preis entgegen.

Die offizielle Preisvergabe des Kyoto-Preises findet traditionell am 10. November im japanischen Kyoto statt, wo sich auch der Firmensitz der KYOCERA Corporation befindet.