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IpeG-Institut
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Preisträger 2008

IpeG-Institut

Der mit 30.000 Euro bedachte zweite Platz ging an das auf energieoptimiertes Bauen spezialisierte IpeG-Institut. Bis zur Ausschüttung der Gewinnsumme des KYOCERA Umweltpreises bestand IpeG nur aus einer Person. Mit den 30.000 Euro Preisgeld war es anschließend möglich, zwei weitere Mitarbeiter einzustellen
.
Die Einrichtung bietet Handwerksbetrieben Schulungen für die Wärmedämmung von Gebäuden an und entwickelt darüber hinaus moderne Dämmstoffe sowie höchst-effiziente Dämmverfahren. Als besonderer Erfolg wurde von der Jury angesehen, dass das IpeG-Institut die Dämmtechnik inzwischen in zehn Städten zum Ausbildungsberuf gemacht hat. Außerdem war sie von der sozialen Komponente der Bewerbung begeistert. Das Institut plante nicht nur verstärkt Langzeitarbeitslose, Behinderte und Menschen über 50 einzustellen, sondern engagiert sich auch in lokalen Projekten wie der Dämmung mehrerer Schulen in Köln. Neben der Einstellung der neuen Mitarbeiter wird mit dem Preisgeld die Weiterentwicklung sämtlicher „Roh-Produkte“, Beratungskonzepte und Marketing-Instrumente gefördert.

Der vom IpeG-Institut konzipierte Lehrgang „Weiterbildungslehrgang zur Fachkraft Dämmtechnik im Handwerk“ umfasst 200 Unterrichtsstunden und wird durch eine Prüfung vor der Handelskammer abgeschlossen. Der Ausbildungskurs wurde vor dem Hintergrund ins Leben gerufen, dass es kaum Spezialisten für eine nachhaltige Gebäudedämmung gibt. IpeG ist bestrebt diese seit 20 Jahren bestehende Lücke zu schließen. Wichtig ist es IpeG-Gründer Arnold Drewer, neben der richtigen Technik auch das Bewusstsein zu vermitteln, dass Energiesparen nicht teuer sein muss. Selbst kleinere Maßnahmen machen sich seiner Auffassung nach nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel der Verbraucher bezahlt. In diesem Zusammenhang unterstreicht er, dass Energiepolitik zunehmend eine soziale Komponente gewinnen wird. Die Hälfte der deutschen Bevölkerung wird nach seiner Auffassung in Zukunft Schwierigkeiten bekommen ihre Heizkosten zu bezahlen. Die richtige Dämmung des Gebäudes ist hier ein wichtiger Ansatz. Ganz abgesehen davon, dass dadurch Raum für neue Arbeitsplätze entsteht.

Excerpt
Der zweite Preis des mit 100.000 Euro dotierten KYOCERA Umweltpreises ging an das IpeG-Institut. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Klaus Töpfer zeigte sich bei ihrer Entscheidung vor allem von der Errichtung eines komplett neuen Ausbildungsberufs durch IpeG beeindruckt. In zehn Städten werden inzwischen entsprechende Kurse zur richtigen Gebäudedämmung angeboten. Das IpeG-Institut nutzt das Preisgeld für die Weiterentwicklung der Ausbildungsmaterialien und Beratungskonzepte.