KYOCERA

KYOCERA MITA DEUTSCHLAND

Der KYOCERA-Umweltpreis

Grenol GmbH gewinnt KYOCERA-Umweltpreis 2012

Gruppenbild der Preisträger mit Prof Klaus Töpfer (7. v.l.), ehem. Bundesumweltminister, und Reinhold Schlierkamp (8. v.l.), Geschäftsführer KYCOERA MITA DEUTSCHLAND GmbH und KYOCERA MITA AUSTRIA GmbH, Foto: KYOCERA MITA

Am 26. Januar 2012 wurde in der Stuttgarter Liederhalle der mit insgesamt 100.000 Euro dotierte KYOCERA-Umweltpreis verliehen. Der Drucker- und Kopiererhersteller KYOCERA vergab die Auszeichnung gemeinsam mit seinen renommierten Partnern bereits zum dritten Mal an Unternehmen, die sich mit Konzepten oder Technologien im Bereich Umweltschutz engagieren. Auf den ersten Platz wählte die Expertenjury um den ehemaligen Bundesumweltminister Prof. Klaus Töpfer die Wülfrather Grenol GmbH mit dem „katalysegesteuerten Hochdruckreaktor“. Die isocal HeizKühlsysteme GmbH sowie die österreichische Helioz Research & Development GmbH erreichten mit ihren Projekten „Solareis“ und „WADI“ den zweiten bzw. dritten Platz.

Der im Jahr 2008 zum ersten Mal verliehene KYOCERA-Umweltpreis hat das Ziel, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Wirtschaft zu fördern. Gemeinsam mit seinen Partnern, dem Bundesverband für mittelständische Wirtschaft (BVMW), der Deutschen Umwelthilfe (DUH), dem Bundesarbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V. (B. A. U. M.) und dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), rief KYOCERA Unternehmen und Organisationen in Deutschland und Österreich auf, sich mit innovativen und klimarelevanten Konzepten zu bewerben. 54 Bewerbungen gingen bei der Jury um den Vorsitzenden Prof. Klaus Töpfer ein. KYOCERA gratuliert allen Gewinnern und bedankt sich bei allen Unternehmen, die sich um den KYOCERA-Umweltpreis 2012 beworben haben.

KYOCERA-Umweltpreis 2010 geht an SkySails

100.000 Euro Preisgeld im alten Bundestag übergeben

Auf dem Tag der Wirtschaft ist gestern in Bonn zum zweiten Mal der mit 100.000 Euro dotierte KYOCERA-Umweltpreis verliehen worden. Gewinner ist das Technologieunternehmen SkySails GmbH & Co. KG. Auf den zweiten Platz wählte die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Klaus Töpfer die LichtBlick AG, gefolgt von der Groz-Beckert KG auf Platz 3. Mehr als 60 Unternehmen hatten sich in diesem Jahr um den KYOCERA-Umweltpreis beworben. Die drei Preisträger überzeugten im Hinblick auf Innovation, Marktpotenzial, Umweltentlastung und Übertragbarkeit auf andere Unternehmen.

Wie schon beim ersten KYOCERA-Umweltpreis hat die Jury darüber hinaus einen Sonderpreis verliehen. Ausgezeichnet mit dem „Ehrenpreis des KYOCERA-Umweltpreises" für ihr besonderes Umweltengagement wurden Aloys Wobben, Geschäftsführer der ENERCON GmbH, und Kasper Rorsted, Vorsitzender des Vorstands der Henkel AG & Co. KGaA.

Umweltpreis 2010

Preisverleihung auf dem Tag der Wirtschaft

Verleihung des Umweltpreises 2008

Video zur Verleihung des KYOCERA Umweltpreises am Tag der Wirtschaft in Düsseldorf.
   


Die Wende ist noch nicht eingetreten

Interview mit Professor Klaus Töpfer
Herr Professor Töpfer, zur Jahrtausendwende haben Sie gefordert, dieses Jahrhundert müsse das Jahrhundert der Umwelt sein. Können Sie schon eine Wende zum Besseren feststellen?
Klaus Töpfer: In 2007 haben sich weltweit Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft auf die Herausforderungen des Klimawandels und der Umweltbelastungen konzentriert. Dennoch: Die Wende ist noch nicht im nötigen Umfang eingetreten. Die weiterhin massiv ansteigende Weltbevölkerung,besonders in den Schwellenländern, aber auch nach wie vor in den Industriestaaten, und die wirtschaftliche Dynamik, besonders in den Industriestaaten, bringt das „Raumschiff Erde“ wirklich in Atemnot. Wir dürfen uns nicht täuschen lassen: Die Reparatur der Ozonschicht ist zwar in Gang gekommen und in den Industriestaaten hat man die Luftschadstoffe Schwefeldioxid und Stickoxid einigermaßen im Griff. Auch die Investitionen in Wasser-Recycling haben viele Probleme beseitigt. Die Erde als vernetztes Natursystem leidet jedoch nach wie vor an erheblichen Erschöpfungszuständen.

Sie haben wiederholt die These vertreten, der vom Menschen gemachte Klimawandel sei nicht mehr abzuwenden, sondern allenfalls noch abzumildern. Ziemlich pessimistisch.
Klaus Töpfer: Um es ganz deutlich zu sagen: Wir sind bereits mitten im Klimawandel. Die extremen Wettersituationen haben zugenommen, Hurrikane, Taifune und gewaltige Niederschläge treten immer häufiger auf. Die bisher ergriffenen Maßnahmen reichen nicht einmal aus, um die Situation zu stabilisieren, geschweige denn sie zu verbessern.

Was muss getan werden, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen?
Klaus Töpfer: Die Industrieländer müssen die CO2-Emissionen drastisch senken. Die Entscheidungen der EU, bis 2020 mindestens 20 % CO2 zu vermindern und auch eine Minderung um 30 % mitzutragen, gehen in die richtige Richtung, müssen nun aber auch durch konkrete Politik beschleunigt umgesetzt werden. Richtig ist aber auch: Wir müssen Strategien zur Anpassung an den Klimawandel entwickeln, insbesondere in Zusammenarbeit mit den am stärksten betroffenen Entwicklungsländern, vor allem in Afrika. Positive Impulse kommen dabei ausgerechnet von einer Seite, die bisher eher als Bremse angesehen worden ist – von der Wirtschaft. Viele große Unternehmen haben die Zeichen der Zeit begriffen und investieren selbst in Energieeffizienz, alternative Energien und Ressourcen-Schonung. Ich erwarte sogar, dass die Wirtschaft in manchen Ländern schneller vorangeht als die Regierung.

Können Sie uns ein paar Beispiele nennen?
Klaus Töpfer: Hier gibt es inzwischen so viele Beispiele, dass es unfair wäre, einzelne Unternehmen herauszugreifen. Dringend notwendig ist ein beschleunigter Technologietransfer auch zu kleineren Unternehmen, vor allem aber auch weltweit in Zusammenarbeit mit den schnell wachsenden Schwellenländern. Die Bewegung muss sich aber weiter beschleunigen, denn sie ist nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll. Dazu müssen aber vor allem mittlere und kleinere Unternehmen in ihrem Engagement gefördert werden. Viele Mittelständler sind immer noch viel zu sehr dem Eindruck verhaftet, dass ihr Beitrag viel zu gering ist, um wirklich ins Gewicht zu fallen. Aus diesem Grund bin ich sehr froh, dass es mit dem KYOCERA-Umweltpreis eine Initiative gibt, die genau an dieser wichtigen Stelle ansetzt. Vieles lässt sich nämlich bereits mit den bereits vorhandenen Technologien umsetzen. Man muss nicht immer nach der großen, teuren Lösung suchen, im Gegenteil, lieber 100 kleine Maßnahmen als eine symbolische große.
 
Der KYOCERA-Umweltpreis läuft inzwischen seit vier Monaten. Lässt sich schon ein erster Trend bei den eingegangenen Bewerbungen feststellen?
Klaus Töpfer: Ein klarer Trend hin zu ein oder zwei Lösungen lässt sich bisher nicht erkennen. Dies ist auch keineswegs zu bedauern – im Gegenteil. Die Vielzahl unterschiedlicher Ansätze belegt, dass Forschung und Entwicklung auf breiter Front vorankommen. Einige Beispiele: Es sind ebenso Bewerbungen für den Einbau von Solaranlagen und Wärmewellenheizungen wie für eine bessere Gebäudeisolierung eingegangen. Aber genau dies wollten wir ja auch erreichen, denn es gibt nicht nur einen Weg zum besseren Schutz der Umwelt. Wir hoffen, dass bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 30. April 2008 noch viele unterschiedliche Projekte eingereicht werden.

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